Spielberichte 1.Herren - Saison 2018/2019

Samstag, 4.Mai 2019 / 19:00 Uhr / Graf-Recke-Straße
HSG Gerresheim 04 1M - HSG Neuss/Düsseldorf 3MM    33:26 ( 18:10 )
HSG 04: Aufstellung Ginoski, Kraut - Frevert (1), Balzer (1), Langen (1), Schofer (3), M. Frohn (3), Wegmann (4), Zittel (5), Mourikis (7/2), Tillenburg (8)- Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier

Das letzte Spiel

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)



Lukas Balzer (Mitte) von der HSG Gerresheim kommt zum Abschluss
Foto: (c) Benefoto / Rheinische Post

Es weiß ja (fast) jeder, wer bei uns meistens die Berichte schreibt. Auch wenn ich es ein bisschen genieße, über mich in der dritten Person zu schreiben, weil ich das auch im Privaten so handhabe und als alter Illeist von mir nur als "Herr Tillenburg" spreche, ist damit jetzt Schluss. Das ist jetzt hier zwar alles noch mehr Selbstdarstellung als man sonst von mir gewohnt ist, aber dann hättet ihr mir das Passwort für die Facebook-Seite eben nicht geben dürfen.

Ich hatte am Samstag den 04.05.2019 mein letztes Handballspiel überhaupt - nach 15 Jahren, alle in "meinem" Verein, der HSG Gerresheim 04.
Wie sollte so ein letztes Spiel idealerweise aussehen? So wie am Samstag!
Wir gewannen mit 33:26 (18:10) gegen einen guten Gegner, der unserer Mannschaft an diesem Tag aber nicht genügend entgegenzusetzen hatte. Wir hatten keinen großen Kader und in Max Zittel nur einen gelernten "Halben" im Aufgebot - der hat aber in 15 Minuten fünf Tore gemacht, ehe er wegen Schulterschmerzen nicht mehr eingesetzt werden konnte. Kann man mal so machen.

Wir haben von der ersten Minute an Vollgas gegeben, gekämpft, Tempo gemacht und viele Würfe getroffen, die sonst auch mal nicht rein gehen. Dazu hatten wir in Martin Kraut, der auch erst einmal sein letztes Handballspiel machte und aus gesundheitlichen Gründen eine Pause einlegt, einen überragenden Hüter in der Kiste, der immer wenn Neuss dann doch mal hätte etwas verkürzen können, Bälle aus der Ecke gekratzt hat, mit denen er sich den Spitznamen "Hexer", den er ja irgendwie auch unabhängig von seiner handballerischen Qualität ein bisschen verdient, definitiv noch einmal erarbeitet hat.

Wir hatten in unserem dritten Abgang, Philipp Mourikis, den griechischen Gott des Understatements in unseren Reihen, der nach einer torlosen ersten Hälfte in seinem vorerst letzten Spiel für uns, ankündigte: Wenn ich ein Tor gemacht habe, lasse ich mich auswechseln. Sieben hat er dann noch gemacht. Falsche Ansage, Dr. Mou!

Wir hatten in Christian Wegmann, der vierte Abgang, einen der wohl... wir sagen mal... interessantesten und streitbarsten Spieler der Liga auf der Platte, der mal wieder alles zeigte, was sein Spiel ausmacht. Fouls, bei denen man sich an den Kopf fasst, No-Look-Anspiele, bei denen Gegner und Mitspieler sich fragen, wie er das gemacht/gesehen hat - oder wen er da gesehen hat. Manchmal steht da eben auch einfach niemand. Dabei aber auch Wackler, bei denen der Gegenspieler erst am Bierstand merkt, dass er gerade Getränke holen geschickt wurde.

Wir hatten Uli Mergemeier, der uns im letzten Jahr gemeinsam mit Bernd Kretzer als Trainer aus der Abstiegszone und danach zur punktetechnisch besten Seniorensaison der Vereinsgeschichte in dieser Spielklasse geführt hat. Einen Trainer, der nicht verlieren kann und doch so weit davon entfernt ist, ein Choleriker oder verbissener Typ zu sein, sondern einfach ein herausragender Sportsmann, Fachmann und Mensch! Wahnsinnstyp.

Wie übrigens alle Jungs, die auf der Platte standen, auf der Tribüne saßen, weil sie verletzt, krank oder im Ruhestand sind/waren oder im verdienten Urlaub weilten. Wie alle Fans, die da waren, um uns zu sehen und ein letztes Mal das zweifelhafte Vergnügen hatten, zu sehen, wie ich meine XX Kilogramm durch die Halle wuchte - tut mir leid für den Anblick, Leute.

Alle eingesetzten Spieler haben gegen Neuss ihre Bestleistung abgerufen und uns "Abgängern" so einen geilen Abschied beschert. Ich hätte mir kein schöneres letztes Spiel wünschen können, Freunde! Danke, dass ich noch ein paarmal Schmeißen durfte - die Kiste für das 30. bringe ich zum Kicken vorbei. Oder zu einem regulären Training, bei dem ich sie dann trinke, während ihr euch bewegt. Kleine Anekdote, um die Selbstdarstellung abzurunden: Habe in meinem allerersten Handballspiel das erste Tor geworfen und diesmal das letzte. Danke für den Pass, Lars. Und den Kater, den ich heute hab. #FaKo

All meinen Mitspielern und Trainern, auch denen, die nicht mehr im Verein aktiv sind, möchte ich nochmal "danke" sagen. Es war mir mit jedem Einzelnen von euch eine Ehre... Puh, der Text ist ganz schön lang geworden, ich komme zum Schluss, auch wenn ich hier am liebsten jeden Einzelnen namentlich erwähnen würde. Ihr wisst ja, wer ihr seid!

Eigentlich ist das hier ja immer noch ein Spielbericht. Deswegen zurück zum Thema:

War geil.

Sonntag, 7.April 2019 / 17:00 Uhr / Essen, im Löwental
DJK Grün-Weiß Werden 1M - HSG Gerresheim 04 1M    24:24 ( 14:12 )
HSG 04: Ginoski, Kraut (TW) - Müller, Balzer, Frevert, Mourikis (1), Wegmann (2), Tillenburg (2), Langen (3), M. Frohn (4), Karpstein (12/2) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Strafminuten: Werden 4 / Gerresheim: 7  Siebenmeter: Werden 2/2 / Gerresheim 2/3

Müller-Verletzung trübt Freude über Punktgewinn

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Die Erste konnte im drittletzten Saisonspiel gleich mehrere Meilensteine erreichen. Erstmals in der Landesligageschichte des Vereins fuhr man nicht mit leeren Händen aus der Halle im Löwental nach Hause. Zudem steht schon jetzt fest: Mit 28 Pluspunkten wird punktetechnisch in dieser Spielzeit definitiv die beste Ausbeute der 15- jährigen Vereinsgeschichte in dieser Spielklasse auf dem Konto der 04er stehen.

Wenn man dazu noch bedenkt, dass man stark ersatzgeschwächt gegen Werden, das allerdings auch nicht komplett war, zwischenzeitlich mit fünf Treffern im Rückstand gelegen hatte und die Gastgeber aus Essen zudem auch den letzten Ballbesitz der Partie verzeichnen konnten, diesen aber nicht nutzten, müsste man eigentlich im Lager der HSG rundum glücklich mit dem Spiel sein.

Dass man das nicht war, lag daran, dass Lars Müller, Abwehrchef und mit über 100 Saisontoren wichtige Säule im Angriffsspiel, sich im allerersten Angriff der Gastgeber wohl schwer am Knie verletzte. Weil in Robin Tillenburg nur ein einziger auch noch grippegeschwächter Rückraumspieler auf der Bank saß, waren Uli Mergemeier und Bernd Kretzer nun zum Improvisieren gezwungen. Sichtlich geschockt von der Verletzung hatte die HSG in der Anfangsphase große Probleme gegen den als Aufstiegsanwärter in die Saison gestarteten Gegner, der fünf Punkte hinter den 04ern nur im Tabellenmittelfeld steckt.

Die physische Überlegenheit und die individuelle Klasse der Rückraumspieler der Werdener gepaart mit hoher Fehlerquote auf Seiten der Gerresheimer sorgten dafür, dass unsere Erste beim Stande von 1:5 erstmals ein Timeout beantragen musste. Die nun folgenden Umstellungen trugen zunächst langsam und dann mit zunehmender Dauer des ersten Durchgangs immer mehr Früchte. Zwei Unterzahlphasen überstand man dank starken Einsatzes hervorragend - das gab einen Energieschub. Lars Langen, Max Frohn und vor allem der überragende Simon Karpstein trafen nun sicher und sorgten so mit ihren Teamkollegen dafür, dass der Rückstand, der zwischenzeitlich 6:11 betragen hatte, beim Seitenwechsel auf zwei Treffer geschrumpft war - 12:14.

Mit dem Ausgleich zum 14:14 nach der Pause blieb die Partie nun bis zum Ende eng. Meist legten die Werdener vor, die HSG blieb aber dran. Fast immer dann, wenn die 04er die Chance hatten, selbst in Führung zu gehen, oder davonzuziehen, passierten ihnen bei klaren Wurfchancen plötzlich wieder leichte Fehler.

Ab dem 17:18 aus Gerresheimer Sicht war der Ablauf bis zum Ende immer gleich: Ausgleich HSG, Führung Werden, Ausgleich HSG, Führung Werden ... Dass am Ende dieser Folge und nach einer extrem hitzigen Schlussphase "Ausgleich HSG" stand, war dem großen Einsatz und Kampfeswillen des gesamten Teams gegen einen starken Gegner geschuldet. Namentlich erwähnt wird hier ganz freiwillig Jonas Frevert, der den letzten Wurf der Werdener blockte und somit den Punkt sicherte und zuvor auf keinen Fall zweimal völlig frei vergeben hatte.

Die 04er treffen nun in den letzten beiden Heimspielen noch auf den TV Ratingen II (13.04.) und die HSG Neuss/Düsseldorf III (04.05.) - zwei Derbys also, in denen die Gerresheimer ihre Bilanz am liebsten noch einmal verbessern wollen, um mindestens Platz fünf zu verteidigen. Lars Müller wünschen wir an dieser Stelle eine möglichst schnelle Genesung!

Samstag, 30.März 2019 / 19:00 Uhr / Graf-Recke-Straße
HSG Gerresheim 04 1M - TV Cronenberg 1M    23:21 ( 11:9 )
HSG 04:  - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Besser machte es das Team von Bernd Kretzer und Uli Mergemeier wenige Tage später gegen den TV Cronenberg.

Gegen die Essener war die Leistung zwar erneut nicht berauschend, aber der Einsatz und die Deckungsleistung stimmten über die gesamte Spieldauer. Lediglich Tobias Immel machte der HSG wirklich Probleme, ansonsten hatte man den TVC stets im Griff und machte es gegen Ende noch einmal unnötig spannend, als man nach einer Fünf-Tore- Führung noch einmal ein wenig ins Wanken geriet, den Vorsprung aber letztendlich über die Zeit retten konnte.

Für die Gerresheimer stehen nun noch drei Saisonspiele an, eines davon ist am Sonntag gegen die DJK Werden, die als Aufstiegsanwärter in die Saison gestartet ist, momentan aber im Mittelfeld der Tabelle rangiert. In Werden war für unsere 04er traditionell in den letzten Spielzeiten eigentlich nie etwas Zählbares zu holen, dementsprechend dürfte es ein ganz schweres Auswärtsspiel werden. Sollte die HSG dort aber mindestens einen Zähler einfahren, ist es, rein punktetechnisch, schon jetzt die beste Landesligasaison der Vereinsgeschichte. Den aktuellen fünften Platz will man zudem mindestens verteidigen.

Dienstag, 26.März 2019 / 20:30 Uhr / Krefeld, Löschenhofweg
SC Bayer 05 Uerdingen 1M - HSG Gerresheim 04 1M    35:27 ( 16:14 )
HSG 04:  - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Gegen den Tabellenzweiten Bayer Uerdingen hielt unsere Erste mit dünnem Kader über weite Teile der Partie ordentlich mit.

Zwei zehnminütige Phasen sorgten jedoch dafür, dass der Favorit sich verdient und am Ende klar durchsetzen konnte. Vor allem in der Deckung zeigte die HSG in dieser Partie nicht das gewohnte Engagement und war deswegen auch nicht in der Lage, den Hinspielerfolg zu wiederholen.

Sonntag, 24.März 2019 / 17:00 Uhr / Essen, Goetheschule
SuS Essen-Haarzopf 1M - HSG Gerresheim 04 1M    25:32 ( 10:16 )
HSG 04: Ginoski, Kraut (TW) - Wegmann (1), Müller (2), Frevert (3), M. Frohn (3), Langen (5), Tillenburg (5), Karpstein (6/1), Mourikis (7) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Strafminuten: SuS 0 / HSG: 8  Siebenmeter: SuS 2/4 / HSG 1/2

Erste feiert höchsten Saisonsieg

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Mit deutlichen Siegen hatte es unsere Erste es in dieser Saison nicht so. Obwohl die Mannschaft sich - Stand jetzt - auf dem fünften Platz befindet und 25:17 Punkte aufweist, beträgt das Torverhältnis weiterhin -6. Man hätte es in der Partie gegen das Tabellenschlusslicht aus Haarzopf allerdings definitiv "auf Null" stellen können, wenn man sich nicht die letzte Viertelstunde einen deutlichen Spannungsnachlass geleistet hätte.
Das war angesichts der Tatsache, dass man mit nur acht Feldspielern, davon drei angeschlagen, nach Essen gereist war und 45 Minuten lang eine starke Leistung gezeigt hatte, aber auch ausnahmsweise verzeihlich. Das musste auch das Trainergespann Bernd Kretzer und Uli Mergemeier nachher anerkennen.

Gegen einen physisch und numerisch überlegenen Gegner hatte man in den ersten Abtastminuten der Partie noch ein paar Probleme. Bis zum 6:5 aus Gerresheimer Sicht blieb die Begegnung eng. Vier der fünf Gegentore hatten die Liedtke-Brüder bis dahin erzielt, vor denen die Trainer noch ausdrücklich gewarnt hatten.
Dann kamen die 04er aber so langsam ins Rollen. Im Angriff funktionierte die Achse Simon Karpstein/Lars Langen immer besser, Philipp Mourikis führte klug Regie und traf immer wieder aus dem Rückraum und Robin Tillenburg zeigte sich auf der ungewohnten Linksaußenposition treffsicher. Dass es vorne so gut lief, hatte aber auch mit der Deckung zu tun, die nun im Kollektiv mehr Druck auf die Essener ausübte und somit auch das Tempospiel forcieren konnte.
Beim Stande von 16:10 wurden die Seiten gewechselt, doch angesichts der Tatsache, dass man in dieser Saison schon mehrfach hohe Vorsprünge aus der Hand gegeben hatte, war man nur vorsichtig optimistisch - schon im Hinspiel wurde aus einem 15:9 am Ende nur noch ein 25:24.
Zudem wusste man, dass die Gastgeber in den zweiten 30 Minuten angesichts der prekären Tabellensituation unbedingt eigentlich nochmal alles reinwerfen mussten, um nicht mit einem Bein in der Bezirksliga zu stehen.

Tatsächlich gelang den Essenern auch direkt nach der Pause ein schneller Treffer, aber weil die HSG gleich dreifach konterte, verpuffte dessen Effekt ziemlich schnell. Die Deckung der 04er stand zwar nicht mehr ganz so felsenfest, aber nach vorn rollte Angriff um Angriff und auch die Wurfquote war bis dato wirklich mehr als ordentlich. Eine Viertelstunde vor Ende stand es 27:16.
Als dann aber mit der erwähnten nachlassenden Spannung und in mehrfacher Unterzahl (Philipp Mourikis sah kurz vor Schluss außerdem seine dritte Zeitstrafe) die ein oder andere freie Wurfgelegenheit ausgelassen wurde, konnten die Haarzopfer noch ein bisschen Ergebniskosmetik betreiben. Am Ende gab es einen absolut standesgemäßen 32:25-Erfolg, der dafür sorgt, dass man mindestens bis zum nächsten Wochenende auf dem fünften Rang steht.

Sollte man die auf den morgigen Dienstag vorgezogene Partie bei Bayer Uerdingen gewinnen, wäre sogar noch mehr drin. Trainer Mergemeier mahnte angesichts des dünnen Kaders und der Tatsache, dass die Uerdinger als Zweiter eigentlich jedes Spiel gewinnen müssen und man zudem komplett auf Harz verzichten müssen wird, dass "die Trauben dort sehr hoch hängen." Probieren will man es trotzdem.

Samstag, 16.März 2019 / 19:00 Uhr / Graf-Recke-Straße
HSG Gerresheim 04 1M - DJK Altendorf 09    25:29 ( 11:15 )
HSG 04: Kraut, Ginoski (TW) - Pierzyna, Wegmann, Balzer, Mourikis (1), M. Frohn (1), Müller (3/1), Schofer (3), Zittel (3), Langen (5), Karpstein (9/3) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier

Erste unterliegt Altendorf

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Genau wie im Hinspiel gegen die DJK Altendorf verloren die 04er auch im Rückspiel gegen die Essener. Und genau wie im Hinspiel war diese Niederlage verdient, weil die DJK offensiv wie defensiv mehr investierte. Mehr Konsequenz in den Zweikämpfen, mehr Beinarbeit, mehr Geduld, die Konzentration auf das Wesentliche und das größere Wurfglück - all diese Komponenten hatte die Mannschaft von Dorian Schröter auf ihrer Seite und fügte den 04ern somit die erste Saisonniederlage in der Graf-Recke-Straße zu.

Dabei hatte die HSG zu Beginn wie die deutlich bessere Mannschaft ausgesehen und 4:1 geführt - in den ersten zehn Minuten kassierte Viktor Ginoski nur ein einziges Tor aus dem Spiel heraus. Doch die Gerresheimer verloren den Faden. Im Angriff hatten sie bei einigen freien Gelegenheiten nun Wurfpech und beschäftigten sich zudem viel zu sehr mit den Schiedsrichterentscheidungen, anstatt bei ihrem Spiel zu bleiben. Die Altendorfer nutzten das eiskalt aus und zogen davon. Der Halbzeitstand von 11:15 war folgerichtig.

Im zweiten Durchgang erwischte die HSG zunächst erneut den besseren Start und war schnell mehrfach bis auf ein Tor herangerückt, konnte aber nie den psychologisch wichtigen Ausgleich erzielen. Unter anderem weil auch das Torhüterduell - auch bedingt durch die galligere Deckungsarbeit - an die Gäste ging, gelang es der Mannschaft von Bernd Kretzer und Uli Mergemeier nicht mehr, den Bock umzustoßen. Altendorf blieb in Führung und baute diese im Schlussdrittel der Partie gegen sichtbar frustrierte Gastgeber sogar nochmal aus.

Die verdiente Niederlage muss nun im Training aufbereitet werden, damit am nächsten Sonntag beim im Abstiegskampf stehenden SuS Essen Haarzopf zwei Punkte mit nach Düsseldorf genommen werden können.

Donnerstag, 14.März 2019 / 20:30 Uhr / SG-Ohliugs, OTV-Halle
Ohligser TV 2M - HSG Gerresheim 04 1M    15:20 ( 8:10 )
HSG 04: Ginoski - Balzer, Frohn, Pierzyna, Mourikis (1), Langen (1), Schofer (1), Wegmann (1), Frevert (2), Müller (2), Zittel (2), Karpstein (10/3)  - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Siebenmeter - OTV: 1/3 - HSG: 3/4 - Zeitstrafen - OTV: 5 - TuRa: 4
Erste mit Arbeitssieg in Solingen

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Am späten Donnerstagabend fuhren die Gerresheimer gegen eine deutlich verjüngte und nie aufsteckende Ohligser Mannschaft nach einem lange knappen Spiel, einen verdienten Sieg ein und bleiben in der erweiterten Spitzengruppe der Liga.

Beide Mannschaften zeigten in der ersten Halbzeit eine gute Abwehrarbeit: die Hausherren mit ihrer großgewachsenen 6:0, die 04er mit ihrer beweglichen 5:1 Abwehr, so dass das Spiel zäh begann – und auch zäh blieb. Die Gäste konnten immer mit einem Treffer vorlegen und sich das erste Mal beim Stand von 4:7 auf drei Tore absetzen. Nach einer Auszeit des OTV II kamen die Solinger vor allem durch den ein oder anderen Treffer aus der zweiten Reihe wieder heran und glichen zum 8:8 aus. Ein Doppelschlag von Max Zittel, der dabei auch eine Zeitstrafe zog, sorgte für die 8:10 Pausenführung für die Gerresheimer in einem Spiel, welches auch durch Fehlwürfe bzw. gute Torhüterleistungen auf beiden Seiten geprägt war.

Nach einer „schnellen“ 9:13 Führung in Halbzeit zwei kamen die Ohligser noch einmal auf 13:14 ran, scheiterten dann jedoch in der Folge oft am gut aufgelegtem Viktor Ginoski im Tor der Gerresheimer. Angeführt vom starken Simon Karpstein, der vor allem im Angriff mit Torgefahr und einigen guten Anspielen glänzte, zogen die Gäste aus Düsseldorf über 16:13, 18:14 und 20:15 in der Schlussviertelstunde davon. Die Gastgeber steckten zwar nie auf, fanden aber sehr selten ein Mittel gegen die Deckung der 04er, die wiederum aber nur einige von vielen Ballgewinne in Tore ummünzen konnten.

Alles in Allem stand am Ende ein verdienter Sieg für die Gäste auf der Anzeigetafel, der mit einer konzentrierten Angriffsleistung aber auch hätte höher ausfallen können – oder müssen. Mit dem Ergebnis konnten die 04er trotzdem nach der etwas längeren Karnevalspause gut leben, bevor am Samstag die DJK Altendorf 09 an der Graf-Recke-Straße zu Gast ist (19.00 Uhr).

Die Mannschaft von Dorian Schröter steht auf Platz 9 und wird nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben, gewann auch die letzten beiden Spiele gegen Ohligs II sowie gegen die HSG Neuss/Düsseldorf III deutlich.
Die Gerresheimer hingegen wollen sich für die empfindliche Hinspielniederlage in der Bockmühle revanchieren und weiterhin im Rennen um Platz 3 bleiben. Dafür müssen sie sich aber im Angriff steigern und eine ähnlich starke kollektive Deckungsarbeit leisten, um den nächsten Heimsieg einzufahren. Coach Kretzer steht dabei ein ähnliches Personal wie am Donnerstagabend zur Verfügung; außerdem nimmt Martin Kraut zumindest als Torwart-Back-up für Ginoski am Samstag wieder auf der Gerresheimer Bank platz.

Der ein oder andere Fan in der Halle ist gern gesehen!

Samstag, 16.Februar 2019 / 16:00 Uhr / Graf-Recke-Straße
HSG Gerresheim 04 1M - SG TuRa Altendorf 1M    25:23 ( 14:11 )
HSG 04: Ginoski; Kandora, Langen, Frevert (1), Schofer (1), M. Frohn (1), Wegmann (3), Pierzyna (3), Müller (3), Karpstein (6/2), Zittel (7) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Siebenmeter - HSG: 2/2 - TuRa: 1/1 - Zeitstrafen - HSG: 2 - TuRa: 6
Erste ringt TuRa Altendorf nieder

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Unsere Erste hatte gegen die SG TuRa Altendorf ein dickes Brett zu bohren. Beide Teams mussten zwar auf einige wichtige Spieler verzichten, konnten aber trotzdem 11 (HSG), beziehungsweise 12 (TuRa) Akteure auf dem Spielberichtsbogen eintragen. Es war alles angerichtet für eine Wiederholung des extrem engen Hinspiels, das die HSG nur durch einen enormen Schlussspurt noch in ein Remis verwandeln konnte.

Und tatsächlich entwickelte sich mit Spielbeginn ein enger Schlagabtausch. Die 04er legten vor und führten über die gesamten 60 Minuten, aber die Altendorfer ließen sich nie völlig abschütteln.
Im ersten Durchgang hatte die HSG dabei ein wenig Glück, dass die Essener einige sehr harte Zeitstrafen aufgebrummt bekamen und in ihrem Tempospiel viele Fehler machten. Hätte man in dieser Phase die klaren Wurfchancen konsequenter genutzt, wäre auch mehr als ein 14:11 zur Halbzeit möglich gewesen. Weil aber TuRas Jakob Kroll im Tor einen guten Tag erwischt hatte und einige freie Würfe parierte, blieben die Essener dran.

Auch nach der Halbzeitpause hatten die Gerresheimer das Heft des Handelns in der Hand und erhöhten bis auf 17:11 - Patrick Pierzyna zeigte hier einige starke Aktionen im Eins-gegen-Eins. Die Vorentscheidung? Nein. Denn wie so oft in dieser Saison leistete sich die HSG nun eine Schwächephase und die Essener kämpften sich wieder heran. Zehn Minuten lang erzielten die Mannen von Uli Mergemeier und Bernd Kretzer keinen Treffer und es stand 17:16. Nun rissen aber Simon Karpstein und Maximilian Zittel in der Offensive das Spiel an sich und bauten die Führung wieder ein wenig aus.

Die Schlussphase blieb aber eng, beim 24:23 hatten die TuRaner die Chance auf den Ausgleich, scheiterten jedoch an Viktor Ginoski, der erneut über 40% der Würfe auf sein Tor entschärfen konnte. Nicht nur für einen A-Jugendlichen war seine Leistung erneut bärenstark! Lars Müller bewies dann bei angezeigtem Zeitspiel und wenigen Sekunden auf der Uhr seine Crunch-Time-Qualitäten und traf per Schlagwurf zur Entscheidung - dem 25:23.

Am Ende stand somit ein verdienter Arbeitssieg gegen einen physisch starken, nie aufsteckenden Gegner auf der Anzeigetafel, dank dem die HSG erst einmal auf den vierten Rang springt. In der kommenden Woche gastiert die HSG beim Tabellenführer ETB S/W Essen und kann gegen den Ligaprimus ganz befreit aufspielen.

Samstag, 9.Februar 2019 / 16:00 Uhr / RAT-Linorf, Schulzentrum
TuS Lintorf 2M - HSG Gerresheim 04 1M    23:23 ( 11:11 )
HSG 04: Ginoski - Pierzyna, Schofer, Langen, Balzer, M. Frohn, Tillenburg, Wegmann (1), Frevert (5), Zittel (5), Karpstein (6/4), Müller (6/1) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier

Erste kassiert in letzter Sekunde gegen Lintorf den Ausgleich

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Im Spiel gegen den neuen Tabellendritten aus Lintorf polierte unserer Erste die bisher eher maue Auswärtsbilanz mit einem Remis ein wenig auf - es hätten aber durchaus auch zwei Punkte sein können.

Dass das nicht der Fall war, hatte einige Gründe. Die Lintorfer verfügten über die breitere Bank, da bei den 04ern einige Akteure angeschlagen in die Partie gingen und Jonas Frevert erst zur Pause anreisen konnte, somit hatten die Gastgeber am Ende des Spiels noch genügend Körner, um eine Aufholjagd zu starten. Die HSG hatte mit 20:17 vorn gelegen, ehe sie in der Schlussphase in Unterzahl dann doch noch den kämpfenden Lintorfern einen Punkt überlassen musste - David Annas traf zwei Sekunden vor der Sirene zum 23:23.

Zu viele Fehler im Angriffsspiel hatten zuvor dafür gesorgt, dass die Gastgeber überhaupt noch einmal die Möglichkeit bekamen, zurückzuschlagen, allerdings hatten die meisten Gerresheimer bis dato auch fast komplett durchspielen müssen und 45 Minuten eine richtig starke Leistung gegen einen Gegner gezeigt, der die letzten sechs Spiele allesamt gewonnen hatte.

Vor allem die Abwehrarbeit vor dem erneut richtig starken Viktor Ginoski war richtig gut, vorne war gerade in Sachen Durchschlagskraft und Abschluss noch Luft nach oben. Hätte das Zusammenspiel zwischen Simon Karpstein und dem offensiv gut aufgelegten Frevert am Kreis nicht so gut funktioniert und Lars Müller und Max Zittel ein paar starke Rückraumtore einstreuen können, hätte es noch übler ausgesehen. Zum achten Mal in Folge gelangen der Mannschaft von Bernd Kretzer und Uli Mergemeier nicht mehr als 26 Treffer - dafür hat man aber immerhin die drittbeste Abwehr der Liga.

Die 04er lagen über die gesamte Spieldauer bis auf wenige kurze Ausnahmen in Führung, konnte den Gegner aber nicht abschütteln, weil auch der eine gute Defensive stellte und einen starken Keeper zwischen den Pfosten hatte.

Insgesamt war das Remis nicht komplett unverdient, die Freude der Lintorfer darüber war aber verständlicherweise deutlich größer, schließlich hatte es kurz vor dem Ende danach ausgesehen, als würde die HSG die zwei Punkte mit nach Gerresheim nehmen.

In der kommenden Woche geht es für die HSG im Heimspiel am Samstagabend gegen die SG TuRa Altendorf - dann hoffentlich wieder mit etwas mehr Alternativen und zwei Punkten.

Samstag, 2.Februar 2019 / 19:00 Uhr / Graf-Recke-Straße
HSG Gerresheim 04 1M - HSG Mülheim     26:24 ( 10:10 )
HSG 04: Ginoski (Tor) - Wegmann (1 Tor), Frevert (1), Balzer (1), Langen (3), Frohn (5), Karpstein (7/ davon 3 Siebenmeter), Müller (3), Zittel (5) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier

HSG Gerresheim landet Überraschungssieg und hält Tuchfühlung zur Tabellenspitze

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

(cw) Die HSG Gerresheim konnte am Samstagabend im Verfolgerduell gegen den Verbandsligaabsteiger HSG Mülheim einen unerwarteten 26:24 (10:10) Heimsieg einfahren. Unerwartet deswegen, weil die Vorzeichen im Vorfeld alles andere als gut aussahen und es nur so Absagen hagelte: Zu den ohnehin länger fehlenden Mourikis, Lehr und Kandora gesellten sich nun noch Torwart Martin Kraut dazu, der wegen gesundheitlicher Probleme auf unbestimmte Zeit fehlen wird, sowie Kapitän Robin Tillenburg. Auch Philipp Schatton und Patrick Pierzyna mussten passen. Gekrönt wurde die Absagenflut am Samstag-Vormittag mit Jens Schofer, der ebenfalls gesundheitsbedingt nicht zur Verfügung stand.
Die HSG aus Mülheim, die auch noch letzte Aufstiegschancen witterte, konnte hingegen mit „voller Kapelle“ aufwarten und hatte sich in der Winterpause sogar nochmal verstärkt.

Beide Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt. Das zeichnete sich durch einen zähen Spielfluss aus und nach 10 Minuten führte der Gastgeber aus Gerresheim mit 3:1. Gerade für Gerresheim war der Start wichtig, nachdem sie letzte Woche überhaupt nicht in die Zweikämpfe kamen und nach einer desaströsen Leistung gegen die Zweitvertretung aus Kettwig 29:24 verloren und den Rückrundenstart somit vergeigt hatten.

Man war auf Wiedergutmachung aus und das zeigte sich in der Einsatzbereitschaft und der Leidenschaft im ganzen Team. Zusätzlichen Ansporn gab es durch die von Simon Karpstein mitgebrachten rund 20 Zusatz-Fans, bei die sich die Mannschaft für 60-minütigen Support bedanken konnte.
Zur Halbzeit stand es in einem umkämpften Match 10:10, wobei sich Gerresheim zeitweise nur noch mit drei Feldspielern aufgrund diverser Zeitstrafen auf der Platte wiederfand.

Der Schlüsselmoment folgte in der zweiten Halbzeit, als der stark aufspielende Max Zittel in dreifacher (!) Unterzahl und bei drohendem Zeitspiel die Führung zum 11:10 erzielte.
In der Folge blieb das Spiel bis zum 18:18 hart umkämpft. Bedanken konnte sich die Gerresheimer Deckung zudem beim A-Jugendlichen Viktor Ginoski im Tor, der mit diversen Paraden und u.a. zwei gehaltenen Siebenmetern zum Matchwinner avancierte und mit „Viktor, Viktor, Victory“ - Sprechchören entsprechend gefeiert wurde. Über 21:18 konnte sich die Heimmannschaft erstmalig einen 3-Tore-Vorsprung erspielen, der auch nahezu vorentscheidend war in der 52. Minute.
Lars Müller sah nach seiner dritten Zeitstrafe zwar noch die rote Karte, aber auch diese brachte die Gerresheimer nicht von ihrem Siegeszug ab. Mülheim bekam die Rückraumschützen Zittel und Karpstein über das volle Spiel nicht in den Griff - trotz wechselnder Manndeckung. Als sie letztlich alles versuchten und beide in Manndeckung nahmen, konnten Kreisläufer Jonas Frevert und die Flügelzange Langen/Frohn, die sich ihnen bietenden Lücken nutzen und den Sieg bis zum 26:22 heraus werfen. Der Rest war nur noch Ergebniskosmetik des Verbandsliga-Absteigers.

„Wir haben uns von den vielen Absagen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir wussten das einer unserer großen Stärken die Ausgeglichenheit in der Breite des Kaders ist. Entsprechend selbstbewusst sind wir in die Partie gegangen und haben auch verdient gewonnen“, resümierte Spieler Christian Wegmann im Anschluss an die Partie. „Ärgerlich ist sicherlich unser Auftritt von letzter Woche und die fehlenden Punkte. Wenn man aber bedenkt, wo wir vor einem Jahr standen als wir um jeden Punkt zittern mussten in höchster Abstiegsnot, ist die aktuelle Situation mehr als komfortabel. Wir sind variabel im Angriffsspiel, haben viele Automatismen und stellen eine der besten Defensivreihen der Liga. Der nächste Schritt für uns muss sein, Konstanz in unser Spiel zu bekommen“, so Wegmann weiter. "Unsere Überzahlsituationen nutzen wir zu wenig. Daran müssen wir noch arbeiten.“ Trainieren können sie dafür unter der Woche, um kommenden Samstag beim Nachbarschaftsduell (sowohl tabellarisch, als auch regional) gegen den sehr starken Aufsteiger TuS Lintorf II die nächsten Punkte einzuheimsen. Das Hinspiel gewannen die Spieler um das Trainerduo Mergemeier/Kretzer noch recht souverän mit 28:25, wobei Mergemeier seiner Truppe gleich noch eine Warnung auf den Weg gab: „Die Mannschaft ist mit der aus dem Hinspiel nicht mehr zu vergleichen! Das wird ein ganz dickes Brett.“ Für Spannung ist also gesorgt.

Samstag, 26.Januar 2019 / 15:30 Uhr / Essen, Theodor-Heuss-Gymnasium
Kettwiger SV 70/86 2M - HSG Gerresheim 04 1M    29:24 ( 12:12 )
HSG 04: Ginoski, Schatton, Kraut - Dick, M. Frohn, Tillenburg, Wegmann (1), Balzer (1), Schofer (2), Müller (3/1), Zittel (3), Langen (5), Karpstein (9/5) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Siebenmeter - KSV: 2/3 - HSG: 2/6 - Zeitstrafen - KSV: 6 - HSG: 3
Erste verpatzt den Rückrundenstart

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Die Erste hat den Start in die Rückrunde 2018/19 verpatzt.

Die 04er fanden gegen den Kettwiger SV II eigentlich nie wirklich ins Spiel und lagen früh mit 0:3 in Rückstand. Vorne vergab man freie Würfe und leistete sich etliche leichte Fehler, die Kettwiger nutzten das aus. Nach ein paar Umstellungen wurde es etwas besser und beim 9:8 durch Simon Karpstein lagen die Gerresheimer erstmals in Führung. Bis zur Pause blieb die Partie ausgeglichen und beim 12:12 wurden die Seiten gewechselt.

Der Beginn der zweiten Halbzeit war aus Sicht der HSG ebenfalls noch einigermaßen in Ordnung, auch wenn wieder einige klare Gelegenheiten ungenutzt blieben. Beim 17:16 lag man allerdings letztmals vorn, ehe plötzlich gar nichts mehr gelang. In zehn Minuten gelangen nun nur noch zwei eigene Treffer, während die Essener immer wieder die gleichen Auslösehandlungen spielten, auf die die 04er aber nie eine Antwort fanden. Auch das Torhüterduell ging im zweiten Durchgang an die Gastgeber, bei der HSG erreichte eigentlich niemand sein oberes Leistungsniveau - Lars Langen und Jens Schofer wussten zumindest offensiv konsequent zu gefallen.

Der KSV konnte ein Vier-Tore-Polster herauswerfen, das er verdientermaßen über die letzten Minuten auch verteidigen konnte. So stand am Ende nach einer bis auf insgesamt 15 Minuten enttäuschenden Leistung eine standesgemäße Niederlage für die HSG auf der Anzeigetafel, die ihr nun erst einmal einen Dämpfer verpasst hat. Die Gerresheimer fallen dadurch vom vierten auf den sechsten Rang.

In der kommenden Woche geht es gegen die starke HSG Mülheim, die Aufstiegsambitionen hegt. Dann muss eine klare Leistungssteigerung her.

Sonntag, 16.Dezember 2018 / 14:00 Uhr / Neuss, Hammfeld
HSG Neuss/Düsseldorf 3M - HSG Gerresheim 04 1M    19:19 ( 10:11 )
HSG 04: Ginoski, Kraut - Lehr, Kandora, Mourikis, Wegmann, Balzer (1), Zittel (1), Schofer (2), Langen (2), Tillenburg (2), M. Frohn (5), Müller (6/2) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Siebenmeter - N/D: 2/2 - HSG: 2/3 - Zeitstrafen - N/D: 2 - HSG: 3
04er mit unglücklichem Remis - Hinrundenende trotzdem auf Rang vier

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Im Duell mit der HSG Neuss/Düsseldorf III ging es im letzten Hinrundenspiel der Saison für unsere Erste etwas überraschend um Rang vier, weil die HSG Mülheim sich aktuell etwas in der Abwärtsspirale befindet und erwartungsgemäß auch Tabellenführer ETB unterlag. Die Ausgangslage war also klar: Ein Punktgewinn in Neuss und man würde auf dem vierten Platz überwintern.

Am Ende der umkämpften und chaotischen 60 Minuten hatte die HSG genau diesen einen Punkt eingefahren. Es hätten sogar deren zwei sein können und vielleicht sogar müssen, doch weil man in der Schlussviertelstunde der Begegnung noch einen Vier-Tore-Vorsprung verspielte, blieb ein Zähler beim Tabellenneunten.

Der erste Durchgang verlief ziemlich ausgeglichen. Mal konnte die Mannschaft von Bernd Kretzer und Uli Mergemeier vorlegen, mal erspielten sich die Gastgeber einen kleinen Vorsprung. Gerade offensiv fiel aber dennoch auf, dass die 04er in Simon Karpstein auf ihren torgefährlichsten Rückraumspieler verzichten mussten - auch Patrick Pierzyna und Philipp Schatton fehlten. Als sich bei den Neussern beim Stande von 10:8 Dominik Hug ohne Fremdeinwirkung verletzte - an dieser Stelle eine schnelle Genesung - kam ein wenig ein Bruch ins Angriffsspiel der Gastgeber, die nun immer wieder an der beweglichen Deckung der Gerresheimer scheiterten, oder in Martin Kraut ihren Meister fanden. Bis zur Pause drehten die 04er das Ergebnis in ein 10:11.

Auch im zweiten Durchgang blieben die Gerresheimer am Drücker. Einzig und allein Jan Klause war nicht auszuschalten - über die Hälfte der Neusser Treffer gingen auf sein Konto und deshalb blieb das Spiel für die Gastgeber in Reichweite. Bei den 04ern verteilte sich die Last der Torschützen auf viele Schultern, Max Frohn von Rechtsaußen tat sich allerdings besonders hervor und traf auch aus schwierigen Winkeln, doch es war ein harter Abnutzungskampf gegen die sehr laufstarke und manchmal unorthodoxe Spielweise der Neusser. Beim Stande von 12:16 schienen die Gerresheimer auf der Siegerstraße, doch wieder einmal gab es eine Schlussphase, in der die HSG einen Vorsprung herschenkte. Eine unnötige Zeitstrafe, ein paar verschenkte Würfe und "unforced errors" und schon kamen die Gastgeber wieder heran.

Drei Minuten vor dem Ende stand es 17:19, dann 18:19 und 17 Sekunden vor Abpfiff bekamen die Neusser einen mindestens strittigen Strafwurf zugesprochen, der seinen Weg ins Tor fand. Mit der Schlusssirene spielte die HSG sich allerdings ebenfalls noch einen Siebenmeter heraus, der jedoch nicht über die Linie ging, sondern vom Neusser Schlussmann pariert wurde.

Ein wildes, spannendes Handballspiel hatte somit keinen Sieger. Aus der Sicht der HSG sicherlich erst einmal ein Punktverlust, wie man auch an der sehr unterschiedlichen Reaktion der beiden Teams nach Spielende erkennen konnte, doch blickt man auf die gesamte Hinrunde, muss man auch anerkennen, dass es in dieser Spielzeit auch schon andere enge Partien gab, in der die Gerresheimer am Ende das nötige Quäntchen Glück hatten. Diesmal war es eben andersherum.

"Ich bin nicht wirklich unzufrieden. Das Ende war sicherlich mit der Siebenmeterentscheidung gegen uns und unserem Fehlwurf unglücklich, aber ich habe eine engagierte Leistung meiner Mannschaft gesehen und wir haben zuletzt von 14 möglichen Punkten elf geholt. Wenn man bedenkt wo wir in der letzten Saison zu diesem Zeitpunkt waren, ist das doch toll", erklärte Coach Mergemeier nach der Partie.

Die 04er werden jetzt erstmal ihre Wehwehchen auskurieren und die handballbefreite Adventszeit genießen, ehe es im neuen Jahr mit frischer Energie und dem Kreispokal weitergeht. Das Team bedankt sich bei allen Fans und Unterstützern für den Beistand in der letztendlich durchaus erfolgreichen Hinrunde.

Samstag, 8.Dezember 2018 / 19:00 Uhr / Graf-Recke-Straße
HSG Gerresheim 04 1M - SC Bayer 05 Uerdingen 1M    19:18 ( 13:9 )
HSG 04: Schatton, Kraut; Kandora, Pierzyna, Wegmann, Balzer, Lehr, Tillenburg, Schofer (1), Zittel (2), Langen (2), Mourikis (3), Müller (4), Karpstein (7/1) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Siebenmeter - HSG: 1/4 - SCBU: 3/5 - Zeitstrafen - HSG: 1 - SCBU: 1
HSG stürzt den Spitzenreiter

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

An der Graf-Recke-Straße gibt es für die Gäste unserer Ersten in dieser Saison keine Punkte. Auch der mit nur vier Minuspunkten angereiste Ligaprimus Bayer Uerdingen musste das am Samstag erfahren - mit 19:18 setzten sich die 04er am Ende hochverdient gegen die Gäste durch und stehen nun bei 8:0 Punkten in der "Recke".

Die Krefelder versuchten mit Spielbeginn, den Gerresheimern, die auf den erkrankten Max Frohn verzichten mussten, mit einer sehr offensiven 3-2-1-Deckung den Zahn zu ziehen. Das gelang nur bedingt. Nach einer 2:1-Führung für die 04er konnte Bayer zwar bis auf 2:4 davonziehen, doch die HSG blieb dran. Dank einer starken Deckungsleistung und eines hervorragenden Martin Kraut im Tor entwickelte sich ein enger Schlagabtausch. Max Zittel traf bei seinem Saisondebüt nach langer Verletzungspause zum 8:8, der bärenstarke Simon Karpstein erzielte das 9:8 und von nun an sollten die Gerresheimer ihre Führung nicht mehr abgeben. Auch eine nun defensiver eingestellte Krefelder Abwehr konnte nicht verhindern, dass die Gheimer sich absetzten - Grund war aber auch hier erneut vor allem die hervorragende eigene Defensivarbeit, die auch dem Angriffsspiel Sicherheit gab.Hätte man nicht auch noch zwei Siebenmeter verworfen, wäre möglicherweise sogar ein noch höherer Halbzeitstand als das 13:9 möglich gewesen.

Mit Wiederanpfiff blieben die Gerresheimer hinten hellwach, hatten aber nun vorne Probleme, das Tor zu treffen. Erst nach zehn gespielten Minuten traf Karpstein zum "erlösenden" 14:12. Vor allem Philipp Mourikis setzte nun vorne wichtige Akzente, hinten wurde im Kollektiv überragend gearbeitet und die technisch eigentlich so starken Uerdinger hatten sichtlich Probleme, gegen den von Lars Müller angeführten Defensivverbund zu bestehen. Weil auch Kraut dahinter unter anderem zwei Siebenmeter parierte, blieben die Gerresheimer konstant in Führung. Beim 18:17 wurde es dann vier Minuten vor Spielende doch nochmal eng, Bayer hatte sich herangearbeitet. Karpstein gelang das ganz wichtige 19:17, die Gäste konterten vom Siebenmeterpunkt und hatten am Ende noch 40 Sekunden Zeit, den Ausgleich zu erzielen.
Weil aber trotz des siebten Feldspielers keine Lücke in der HSG-Abwehr zu finden war, brachte die Mannschaft von Axel Timmermann keinen Wurf mehr auf das Tor, der letzte Verzweiflungsversuch ging deutlich vorbei. So stand am Ende ein 19:18 auf der Anzeigetafel und die HSG'ler konnten jubelnd in die mannschaftsinterne Weihnachtsfeier starten.

"Das war genau das Spiel, das wir gebraucht haben. Heute hat sich unser großer, ausgeglichener Kader bezahlt gemacht. Jeder hatte einen wichtigen Anteil an den zwei Punkten: Von der Tribüne über die Bank bis zu den Jungs auf der Platte. Wir waren heute nicht nur galliger als der Gegner, sondern hatten auch durch unsere Wechselmöglichkeiten mehr zuzusetzen. Vor allem wie wir heute gedeckt haben war überragend - die Jungs werfen im Schnitt sonst fast 30 Tore und wir halten sie bei 15 aus dem Feld", meinte Kapitän Robin Tillenburg nach Spielende.

Die 04er treffen am kommenden Sonntag noch zum Abschluss der Hinrunde und des Handballjahres 2018 auf die HSG Neuss/Düsseldorf III.

Samstag, 1.Dezember 2018 / 20:00 Uhr / Ratingen, Europaring
TV Ratingen 2M - HSG Gerresheim 04 1M    22:26 ( 11:12 )
HSG 04: Kraut, Schatton - Zittel, Mourikis, Kandora, Pierzyna, Müller, Schofer (1), Balzer (1), M. Frohn (1), Langen (2), Wegmann (4), Tillenburg (7), Karpstein (10/4) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Siebenmeter - TVR: 6/6 - HSG: 4/4 - Zeitstrafen - TVR: 5 - HSG: 7
Erste holt erneut Punkte am Europaring

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Es bleibt dabei: Der Europaring bleibt ein relativ gutes Pflaster für unsere Erste. Fast genau ein Jahr nach dem Debüt des Trainergespanns Bernd Kretzer und Uli Mergemeier und dem Sieg in ebendieser Halle gegen den TV Ratingen II gab es auch am 11. Spieltag dieser Saison einen Erfolg. Durch das 26:22 (12:11) fahren die Gerresheimer ihre Auswärtszähler zwei und drei dieser Saison ein und bleiben auf Tabellenplatz fünf.

Die Partie gegen die Gastgeber, die ihrerseits knapp vor den Abstiegsplätzen rangieren und in Christian Boecker einen Routinier reaktiviert hatten, begann zäh. Es dauerte über vier Minuten, ehe Robin Tillenburg den ersten Treffer der Begegnung erzielte. Die 04er waren nun in der Partie und legten nach, erst nach 8:30 Minuten gelang dem TVR das erste Tor zum 1:4. Bis zum 6:10 hielt der Vorsprung der Gerresheimer nun konstant, allerdings schlichen sich vorne Unkonzentriertheiten und leichte Fehler ein, die die immer besser ins Spiel findenden Gastgeber nun bestrafen konnten. Der bisher gut haltende Martin Kraut musste nun nach einem Gesichtstreffer auch das Parkett verlassen und die Ratinger kamen immer näher heran. Beim 9:10 zwei Minuten vor der Pause hatte die HSG ohne Not den komfortablen Vorsprung verspielt - den Ausgleich musste sie aber nicht mehr hinnehmen. Bezeichnend für die letzten Minuten der zweiten Hälfte waren aber die letzten 10 Sekunden: Simon Karpstein traf bei 29:52, doch weil man sich in der Defensive verspekulierte fiel noch das 11:12.

Trotz wirklich starker erster 15 Minuten waren die Gesichter in der Kabine dementsprechend eher keine glücklichen und man nahm sich fest vor, die eigene Fehlerzahl zu minimieren und in der Deckung weiter so konzentriert zu agieren wie bisher. Beides gelang zunächst hervorragend. Über 11:15 wuchs der Vorsprung bis auf 13:21 kontinuierlich an. Philipp Schatton hatte zwischen den Pfosten nun in die Begegnung gefunden, die Deckung arbeitete stark im Kollektiv und "klaute" immer wieder Bälle - alles deutete nun auf einen Kantersieg hin. Beim Stande von 14:23 nahm der Ratinger Trainer Niklas Vogel nun eine Umstellung vor: Tillenburg und Karpstein wurden in Manndeckung genommen und weil die HSG nun sechs ihrer sieben Zeitstrafen kassierte - darunter auch die zweite und dritte für den gut aufgelegten Christian Wegmann, der somit vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, - konnte der TVR nochmal verkürzen.

Acht torlose Gerresheimer Minuten nutzten die Grün-Weißen, um bei noch viereinhalb zu spielenden Minuten auf 20:23 heranzukommen. Nun wurden aber auch sie wieder dezimiert und bei Fünf-gegen-Fünf trafen nun Tillenburg und Karpstein - die Entscheidung zum 20:25. Die 04er hatten über den kompletten Spielverlauf geführt, zwischenzeitlich mit neun Treffern vorn gelegen, aber dennoch gerade gegen die offene Deckung erneut in der Schlussphase Probleme gehabt. Den Erfolg als "Arbeitssieg" zu bezeichnen, ist angesichts der wirklich guten Deckungsleistung und des Spielverlaufs also keineswegs verkehrt. Auch solche Siege muss man erst einmal einfahren.

In der nächsten Woche reist in Ligaprimus Bayer Uerdingen aber ein etwas anderes Kaliber an die Graf-Recke-Straße, wo die Schächephasen, die man sich in den letzten Partien fast immer erlaubte, wohl nicht noch ausgebügelt werden können.

Samstag, 17.November 2018 / 17:00 Uhr / Graf-Recke-Straße
HSG Gerresheim 04 1M - DJK Grün-Weiß Werden    24:22 ( 13:12 )
HSG 04: Schatton, Kraut - Schofer, Langen, Mourikis (1), Balzer (1), Dick (2/2), Pierzyna (2), M. Frohn (2), Wegmann (3), Karpstein (3), Tillenburg (3), Müller (7/2) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Siebenmeter - HSG: 2/4 - DJK: 3/4 - Zeitstrafen - HSG: 4 - DJK: 4
Erste siegt dank starker Leistung gegen Werden

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)



 
Foto: (c) Benefoto / Rheinische Post

Eine starke Defensiv- und Torhüterleistung sicherten unserer Ersten am Samstag im zehnten Saisonspiel den fünften Sieg. Gegen die DJK Grün Weiß Werden - eigentlich als Aufstiegsfavorit in die Saison gegangen - siegte die Mannschaft von Bernd Kretzer und Uli Mergemeier mit 24:22 (13:12) und steht damit mit einem positiven Punktekonto auf dem fünften Rang.

Die Partie gegen die Werdener begann zunächst so, wie die Begegnungen auch in den vergangenen Aufeinandertreffen abgelaufen waren: Eng, umkämpft und mit leichten Vorteilen für die Essener. Nach knapp vier gespielten Minuten stand es aus HSG-Sicht 0:2, über 4:7 und 6:9 ließen sich die Gerresheimer jedoch nicht abschütteln. Als der vorne wie hinten richtig starke Lars Müller nach 21 Minuten zum erstmaligen Ausgleich traf (9:9), nahmen die 04er das Heft in die Hand - ohne sich absetzen zu können. Die Deckungsleistung war in dieser Phase sehr ordentlich, dazu zeigte sich Martin Kraut im Gerresheimer Kasten in bester Verfassung und parierte auch den ein oder anderen freien Wurf. Vorne wurden die Konzepte diszipliniert ausgespielt und auch individuell konnte jeder Akteur Torgefahr ausstrahlen - Patrick Pierzyna traf aus dem Rückraum kurz vor der Pause zum 13:12.

In der zweiten Halbzeit begann aus Sicht der Gerresheimer alles nach Plan - Simon Karpstein und Robin Tillenburg legten zwei schnelle Treffer vor. Hätte man in der nun folgenden Phase nicht zwei Siebenmeter vergeben und innerhalb von nur 30 Sekunden gleich zwei Zeitstrafen kassiert, hätte die Führung sogar noch deutlicher werden können. Die Unterzahlphase überstand man jedoch weitgehend unbeschadet, weil Kraut sich zwischen den Pfosten erneut in den wichtigen Momenten auszeichnen konnte. Ein neuerlicher Doppelschlag von Karpstein und Tillenburg bedeutete das 18:15 - eine Viertelstunde vor Schluss waren die 04er auf der Siegerstraße.
Die Werdener deckten nun deutlich offensiver und die Partie wurde hektischer - im Angriff ließen die 04er sich davon leider anstecken und verloren ein wenig den Faden. Beim 19:19 war alles wieder offen, beim 19:20 lag die DJK erstmals wieder vorn. Es drohte wieder eine Schlussphase, in der die HSG nach einem relativ komfortablen Vorsprung und einer wirklich durchweg guten Leistung noch in Bedrängnis geraten würde. Doch diesmal passierte das nicht. Kraut vernagelte nämlich nun seinen Kasten und die HSG arbeitete aufmerksam in der Defensive - in den nun folgenden acht Minuten kassierte man somit keinen einzigen Gegentreffer. Karpstein, Christian Wegmann, Jens Dick und Müller warfen ein 23:20 heraus und profitierten nun auch davon, dass die Essener mit Zeitstrafen bedacht wurden. Beim 23:21 durch Bastian Hebmüller in der 58. Minute hätte es noch einmal eng werden können, doch Kraut entschärfte einen Siebenmeter von Malte Mallach und sorgte somit für die Entscheidung.

So feierte die Erste nachher gemeinsam mit den anderen Seniorenmannschaften des Vereins - an dieser Stelle danke für die Unterstützung von der Tribüne (auch an alle anderen Fans - war super ;-)) - einen verdienten Heimsieg. Die HSG kann nun mit einem positiven Punktekonto und Rückenwind in die zweiwöchige Pause gehen, ehe es gegen den TV Ratingen II in der Liga weitergeht.

Samstag, 10.November 2018 / 17:00 Uhr / Essen, Raumerstraße
TV Cronenberg 1M - HSG Gerresheim 04 1M    26:18 ( 10:9 )
HSG 04: Schatton, Kraut; Pierzyna, Mourikis (1), Karpstein (2/1), M. Frohn (2), Balzer (2), Wegmann (2), Müller (3), Langen (3), Tillenburg (3) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Siebenmeter - TVC: 2/3 - HSG: 1/4 - Zeitstrafen - TSC: 2 - HSG: 3
Erste unterliegt Cronenberg

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Gegen den TV Cronenberg verlor die Erste am Ende der Englischen Woche etwas zu deutlich aber verdient mit letztlich acht Toren Differenz. Die Belastung der "Englischen Woche" nach den Siegen gegen SuS Haarzopf und den Ohligser TV II hatte die 04er sichtlich Körner gekostet - und die Cronenberger, ihrerseits Tabellenvierter mit Kontakt zum Spitzentrio, nutzten das clever aus.

Zwar zeigten die Gerresheimer über den gesamten Spielverlauf eine wirklich engagierte Deckungsleistung und hatten in Philipp Schatton auch einen gut aufgelegten Keeper dahinter, doch in der Offensive biss man sich entweder an der Deckung der Gastgeber oder noch häufiger an deren Schlussmann Dominik Mommen die Zähne aus. Drei vergebene Siebenmeter und etliche nicht genutzte freie Chancen sorgten dafür, dass der TVC zunächst bis auf 5:1 davonziehen konnte. Die HSG steckte nicht auf, Max Frohn glich beim 8:8 wieder aus und es entwickelte sich eine von guten Abwehrreihen und Torhütern geprägte Phase bis über die Halbzeitpause hinaus. Das 12:12 durch Christian Wegmann nach 36 Minuten sollte aus Sicht der 04er leider der letzte Ausgleich sein.

Die Cronenberger setzten sich bis auf 17:12 ab - de facto die Entscheidung. Zwar gelang es den kämpfenden Gerresheimern, die Partie nun über einige Minuten wieder ausgeglichen zu gestalten und sich sogar die Chancen herauszuarbeiten, die Begegnung noch einmal knapp werden zu lassen, doch etliche individuelle Fehler machten diese Möglichkeit zunichte - es fehlte schlichtweg auch die Kraft. Die Cronenberger spielten die Partie ihrerseits hochmotiviert zu Ende und warfen in den letzten zwei Minuten, als der HSG dann doch endgültig die Puste ausging, noch vier Tore. Somit endete die Partie eben mit dieser hohen Differenz.

Trainer Uli Mergemeier meinte nachher: "Angesichts der hohen Fehlerzahl sollte ich eigentlich unzufriedener sein, aber der Einsatz meiner Mannschaft war heute nach dieser anstrengenden Woche vorbildlich und es ist ja nicht so, als hätten wir uns keine Chancen herausgespielt. Wir haben einfach gegen einen guten Gegner zu viele Fehler gemacht - dann endet so ein Spiel in dieser ausgeglichenen Liga eben auch mal so deutlich."

Für die HSG geht es am Samstag mit dem nächsten Hochkaräter aus Essen weiter: Die DJK Grün/Weiß Werden hatte sich eigentlich das Aufstiegsrennen auf die Fahne geschrieben, hat aber aktuell "nur" zwei Punkte mehr als die 04er und steht auf Rang fünf. Die individuell hervorragend besetzten Werdener waren allerdings in der Vergangenheit so etwas wie der "Angstgegner" der Gerresheimer - das soll am Samstag um 19 Uhr in der Graf-Recke-Straße anders werden.

Dienstag, 6.November 2018 / 20:15 Uhr / Marie-Curie-Gymnasium
HSG Gerresheim 04 1M - Ohligser TV 2M    28:26 ( 17:12 )
HSG 04: Schatton, Kraut - Schofer, Mourikis (1), M. Frohn (2), Langen (2), Wegmann (2), Balzer (2), Müller (3), Tillenburg (6), Karpstein (10/4) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Siebenmeter - HSG: 4/4 - Ohligs: 4/5 - Zeitstrafen - HSG: 6 - Ohligs: 4
Erste kommt gegen Ohligs mit einem blauen Auge davon

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Das Nachholspiel gegen den Ohligser TV - der dankenswerterweise einer Verlegung der Partie zugestimmt hatte - fand nur drei Tage nach dem knappen Sieg der 04er gegen SuS Haarzopf statt. Gegen Ohligs wartete wieder eine Truppe mit einigen erfahrenen Spielern, die sich in dieser Spielzeit bisher punktetechnisch unter Wert verkauft hatte. Und wieder gelang es der HSG, sich zwischenzeitlich relativ klar abzusetzen, nur um es in der Schlussphase noch einmal unnötig spannend zu machen.

Mit Spielbeginn zeigten die Gerresheimer zunächst, dass sie durchaus motiviert waren, den zarten Aufwärtstrend, den das Haarzopf-Spiel bedeutet hatte, fortzusetzen. Nach kurzen Startschwierigkeiten setzte man sich über 4:2 und 10:4 bis zur Pause bis auf 17:12 ab. Vor allem Robin Tillenburg hatte mit fünf Treffern bei sechs Versuchen im ersten Durchgang einen echten Sahnetag erwischt, dazu stand die Deckung bis auf kleine Unkonzentriertheiten passabel: Sven Hertzberg - Dreh- und Angelpunkt des OTV-Angriffs - kam zunächst kaum zur Entfaltung.

Nach der Pause sah es zunächst nicht danach aus, als würde den Ohligsern noch einmal ein Comeback in dieser Partie gelingen. Zwar stockte der Motor der 04er im Angriffsspiel nun ziemlich, doch die Abwehr stand weiterhin erst einmal solide. Beim 22:15 durch Philipp Mourikis nach 41 Minuten schien die Partie entschieden. Die Ohligser nahmen ein Timeout und stellten ihre Defensive um: Tillenburg und der im zweiten Durchgang bärenstarke Simon Karpstein wurden in Manndeckung genommen. Tatsächlich hatte diese Maßnahme wie schon gegen Haarzopf Erfolg. Die HSG hatte zwar weiter freie Abschlüsse, scheiterte jedoch am gegnerischen Keeper oder an der eigenen Unkonzentriertheit. Weil man nun auch einige dumme Zeitstrafen kassierte, witterte der OTV Morgenluft. Angetrieben von Hertzberg kamen die Solinger immer näher heran.
Wäre nicht in dieser Phase HSG-Keeper Philipp Schatton zu Hochform aufgelaufen, wäre die Begegnung wohl völlig gekippt. Dreieinhalb Minuten vor Schluss stand trotz einiger guter Schatton-Paraden tatsächlich ein 25:25 auf der Anzeigetafel. Tillenburg traf zur neuerlichen Führung der Gerresheimer, Hertzberg glich aus. Max Frohn legte wieder einen Treffer drauf und wurde genau wie Hertzberg nach einer verbalen Auseinandersetzung prompt danach mit einer Zeitstrafe bedacht - Lars Langen saß da übrigens schon einige Minuten wegen seiner dritten Hinausstellung auf der Tribüne. Ohne ihren Anführer fiel den Ohligsern im Angriff nun nichts mehr ein, die 04er verteidigten beide Versuche, Karpstein machte mit dem 28:26 den Deckel auf die Partie.

Die HSG hat somit aus den beiden wichtigen Spielen gegen Haarzopf und Ohligs vier Zähler geholt und phasenweise durchaus überzeugt, aber eben auch jeweils 15 Minuten geliefert, die doch einige Fragezeichen beim Trainergespann Bernd Kretzer und Uli Mergemeier aufkommen ließen. In beiden Partien wäre eine höhere Führung möglich gewesen, die die Partie bereits nach 45 Minuten entschieden hätte, in beiden kam der Gegner wieder zurück.

Solch eine Schwächephase darf man sich am kommenden Samstag um 17 Uhr beim TV Cronenberg nicht erlauben. Der Tabellenvierte ist gerade in eigener Halle eine ganz harte Nuss - bei einem Erfolg könnten die Gerresheimer aber sogar den Platz mit den Frohnhausenern tauschen.

Samstag, 3.November 2018 / 19:00 Uhr / Graf-Recke-Straße
HSG Gerresheim 04 1M - SuS Essen-Haarzopf 1M    25:24 ( 15:9 )
HSG 04: Ginoski (n.e.), Kraut - Pierzyna, Wegmann, Kandora, Schofer (1), Mourikis (1), M. Frohn (1), Langen (2), Balzer (2), Müller (4), Tillenburg (6), Karpstein (8/4) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Siebenmeter - HSG: 4/5 - SuS: 5/6 - Zeitstrafen - HSG: 6 - SuS: 4
Erste macht es gegen Haarzopf am Ende spannend

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Nach drei sieglosen Partien in Serie wollte die Erste der HSG Gerresheim 04 gegen Ligaschlusslicht SuS Essen-Haarzopf in der Tabelle wieder einen Schritt nach vorn machen, sich vor allem aber spielerisch verbessert zeigen. Beides gelang, doch die Gäste aus Essen, die zuletzt stark aufsteigende Form gezeigt haben, waren das erwartet dicke Brett, das es für eine nicht unbedingt vor Selbstvertrauen strotzende Mannschaft zu bohren galt.

Den besseren Start erwischte - wie schon oft in der Saison - zunächst einmal das Team von Uli Mergemeier und dem diesmal verhinderten Bernd Kretzer. Ein starker Martin Kraut im Tor und Treffer von Lars Müller, Simon Karpstein und Robin Tillenburg sorgten für eine 4:2-Führung. Die Gäste kamen zunächst wieder heran und glichen beim 4:4 letztmals in dieser Begegnung aus. Dann folgte eine starke Viertelstunde der HSG, die sich über 8:4 und 10:5 schließlich bis zur Pause bis auf 15:9 absetzen konnte - Kreisläufer Lukas Balzer traf mit der Pausensirene per Heber. Das Tor war symptomatisch für das, was die Mergemeier-Mannen im Vergleich zur Vorwoche, dem Fehlerfestival gegen die DJK Altendorf, offensiv besser machten: Die HSG hatte für den letzten Angriff 25 Sekunden Zeit, ließ sich dabei jedoch absolut nicht zu hektischen Abschlüssen oder Aktionen verleiten. Über mehrere Stationen, die allesamt durchaus eine passable, aber keine klare Abschlusssituation bedeutet hätten, lief der Ball, bis er drei Sekunden vor Ablauf der Zeit in Balzers Händen landete. Und der vollstreckte sicher - auch das war in den letzten Wochen bei den 04ern oft ein Problem gewesen.
Dass in dieser Liga gerade gegen physisch starke Gegner wie Haarzopf auch ein Sechs-Tore-Vorsprung zur Pause gar nichts bedeuten muss, war den Gerresheimern zur Halbzeit völlig klar - und tatsächlich sollte die zweite Hälfte nochmal Spannung bieten.

Zunächst ließen die 04er die Essener nicht so richtig herankommen, der Vorsprung blieb lange konstant bei fünf Treffern. Nun folgten jedoch etwas kuriose Minuten, in denen der allein pfeifende Schiedsrichter kurz seine Linie verlor und in einer fairen Partie und einer ebenso fairen Phase plötzlich mit Zeitstrafen um sich warf. Zunächst standen die Gerresheimer mit vier Feldspielern gegen erst fünf und dann wieder sechs Essener auf dem Feld. Den 04ern gelang in doppelter Unterzahl ein Treffer - 21:16, doch als dann auch Müller vom Feld geschickt wurde und die HSG über eine Minute mit drei Mann agieren musste, begann die Aufholjagd der Gäste, die nun immer wieder ihren besten Schützen Florian Liedtke suchten. Über 21:19 und 22:20 (nach 48 Minuten) deutete sich eine spannende Endphase an. Als die 04er - nun ihrerseits in Überzahl - dann aber zwei Treffer in Serie erzielten, sah es beim 24:20 dann doch nach einem dem bisherigen Spielverlauf entsprechenden HSG-Erfolg aus.
Essen steckte aber abermals nicht auf. Die bereits seit Mitte der zweiten Hälfte andauernde 5-1-Deckung, die quasi eine Manndeckung gegen Tillenburg bedeutete und später sogar auf eine 4-2-Formation erweitert wurde, machte den immer müder werdenden Gerresheimern nun Probleme und auch die Chancenverwertung in der Schlussphase war dann doch wieder auf dem Level der letzten Wochen: Ein freier Wurf landete am Pfosten, ein Siebenmeter am Torhüter und eineinhalb Minuten vor Schluss fiel tatsächlich der Anschlusstreffer zum 24:25. Vorn gelang der HSG nun kein Tor, 45 Sekunden blieben Haarzopf, um den Ausgleich zu erzielen. Der fiel nicht - weil die bewegliche Gerresheimer Deckung keinen Wurf mehr auf das Tor zuließ - ein Block und der anschließende Steal besiegelten das Ergebnis.

Der vor allem in der Abwehr überragende Lars Müller fasste das Spiel nachher passend zusammen: "Aus so einem kleinen Tief wie wir es hatten, kommt man normalerweise nicht mit einer Gala-Vorstellung, sondern mit so einem knappen Kampf-Sieg. Dementsprechend war das einfach ein ganz wichtiges Ding."

Dem ist fast nichts hinzuzufügen. Lang ausruhen dürfen sich die #Gheim'er nun aber nicht, denn am Dienstag reist der Ohligser TV II zum Nachholspiel ins Marie-Curie- Gymnasium. Gegen die routinierten Gäste erwartet die 04er erneut ein extrem anspruchsvolles Spiel - mit einem Sieg könnte man dann allerdings wieder ein gutes Stück in die obere Tabellenhälfte springen.

Sonntag, 28.Oktober 2018 / 17:00 Uhr / Essen, Bockmühle
DJK Altendorf 09 1M - HSG Gerresheim 04 1M    28:23 ( 12:12 )
HSG 04: Schatton, Kraut - Balzer, Wegmann, Schofer (2), Langen (2), M. Frohn (2), Kandora (3), Müller (3), Mourikis (5/2), Karpstein (6) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier

Erste liefert Fehlerfestival gegen DJK Altendorf 09

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Nach der fast dreiwöchigen Pause waren die 04er darauf bedacht, bei der DJK Altendorf 09 die letzten beiden Niederlagen vergessen zu machen und den Anschluss ans obere Tabellendrittel herzustellen.
Dass dieses Vorgaben bei der 23:28-Niederlage nicht gelang, lag nicht an ein paar fehlenden personellen Alternativen oder der Tatsache, dass Lars Müller gleich drei allesamt fragwürdige Zeitstrafen kassierte, die dazu führten, dass einer der gefährlichsten Werfer der HSG die Schlussphase von der Tribüne aus beobachten musste, sondern daran, dass die 04er eine Fehlerzahl fabrizierten, die sogar die der letzten drei Begegnungen noch in den Schatten stellte.
28 Fehlwürfe, sieben Fehlpässe und acht technische Fehler verzeichnete der Statistikbogen am Ende der Begegnung gegen den Aufsteiger, der an diesem Tag schlichtweg konzentrierter und galliger war und somit am Ende - obwohl individuell nicht unbedingt besser besetzt - verdient gewann.

Dabei hatte die HSG angeführt von Müller und Simon Karpstein noch gut in die Partie gefunden und mit 5:1 vorn gelegen. Danach schlich sich jedoch der Schlendrian ins Spiel der Gerresheimer. Zunächst vor allem vorn, denn in der Defensive war zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch alles in Ordnung, Martin Kraut konnte auch dank einer starken Deckungsarbeit einige Paraden verzeichnen.Weil es aber vorn so gar nicht mehr lief, wurden mit einem 12:12 die Seiten gewechselt.

Direkt im Anschluss an den Wiederanpfiff erzielte die DJK ihre erste Führung an diesem Tag und baute diese aus. Das lag daran, dass nun auch die HSG-Abwehr nicht mehr wirklich stattfand und teils riesige Lücken offenbarte. Ballverluste vorne ermöglichten den Essenern zudem diverse Tempogegenstoßtore, die so eigentlich nie fallen dürfen. Schließlich schoss man auch den gut aufgelegten Keeper der Gastgeber immer mehr in den Mittelpunkt, unter anderem zwei vergebene Strafwürfe und einige freie weitere Gelegenheiten sorgten dafür, dass das Team von Dorian Schröter sich immer weiter absetzen konnte. Beim 23:18 schien die Messe gelesen. Weil nun Philipp Mourikis vorn ein paar individuelle Akzente setzen konnte und der eingewechselte Philipp Schatton unter anderem einen Strafwurf parieren konnte, schien beim 23:26 aus Sicht der 04er noch einmal eine Aufholjagd möglich. In Unterzahl vergab man jedoch die Gelegenheit zum 24:26 und verlor somit schließlich dann doch mit insgesamt fünf Treffern.

Natürlich war im Gerresheimer Lager nachher niemand mit dem Ergebnis und der gezeigten Leistung zufrieden, die Fehlerzahl war erschreckend. Die nächsten beiden Partien gegen SuS Essen Haarzopf (Samstag) und den Ohligser TV II (den anschließenden Dienstag) haben nun zu einem frühen Saisonzeitpunkt schon einen richtungsweisenden Charakter. Die beiden Gegner stehen schließlich aktuell auf den beiden Abstiegsplätzen und haben jeweils zwei Zähler auf dem Konto - drei weniger als die 04er.

Wenn die Mannschaft dort aber ihr eigentliches Vermögen auf die Platte bringt und Konzentration und Spaß am Spiel wiederfindet, können nur vier Punkte das Ziel sein.

Dienstag, 9.Oktober 2018 / 20:30 Uhr / Mülheim, Ludwig-Wolker-Straße
HSG Mülheim 1M - HSG Gerresheim 04 1M    26:24 ( 15:11 )
HSG 04: Schatton, Kraut; Pierzyna, M. Frohn, Schofer, Balzer (1), Tillenburg (1), Dick (2/1), Langen (2), Wegmann (3), Karpstein (7/2), Müller (8/1) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Zeitstrafen: Mülheim 9 - Gerresheim 6  /  Siebenmeter: Mülheim 2/2 - Gerresheim 4/8

Erste scheitert gegen HSG Mülheim an der Chancenverwertung

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Im Nachholspiel gegen die HSG Mülheim verloren die ersatzgeschwächten 04er gegen eine starke Heimmannschaft am Ende mit 24:26. Nach ausgeglichener Anfangsphase, in der unsere Erste leicht die Nase vorn hatte, rissen die Gastgeber das Spiel langsam an sich. Der Grund: Die schwache Chancenverwertung der HSG und der starke Mülheimer Keeper Alexander Pütter. Insgesamt gleich vier Strafwürfe, drei Tempogegenstöße und etliche weitere "Fahrkarten" waren zu viel, um Zählbares gegen den Verbandsliga-Absteiger mitzunehmen.
Bis auf 24:17 setzte sich Mülheim zwischenzeitlich ab (52. Minute) - es schien auf eine klare Angelegenheit hinauszulaufen, obwohl das Spiel selbst eigentlich relativ ausgeglichen war und eben lediglich die starke Leistung von Pütter, beziehungsweise die höhere Wurfqualität den Unterschied ausmachte.

Doch die 04er bewiesen wie schon in den letzten beiden Partien auch eine intakte Moral - obwohl vorher vieles nicht nach Plan gelaufen war. Mit einer offenen Deckung verunsicherte man die Gastgeber, die nun Schwierigkeiten hatten, ihr dynamisches Angriffsspiel aufzuziehen. Ballgewinne und Tore aus dem Tempospiel ließen den Vorsprung nach und nach schrumpfen. Bis auf 24:25 kamen die Gerresheimer noch einmal heran und hatten - allerdings in Unterzahl - sogar noch einmal den Ball. Zehn Sekunden vor dem Ende landete jedoch ein Pass in den Händen der Mülheimer - in den Schlusssekunden sah dann Simon Karpstein noch die Rote Karte, weil er im Tempogegenstoß einen Gegenspieler beim Versuch, den Ball zu holen, aus dem Gleichgewicht brachte. Den fälligen Siebenmeter brachte der Aufstiegsanwärter dann unter großem Jubel im Tor unter.
Gerresheims Erster Vorsitzender Wolfgang Broel fasste das Spielgeschehen mit den knappen aber passenden Worten "Gut gekämpft, sch**** geworfen" zusammen.

Die 04er haben nun 18 Tage Zeit, an den Mängeln im eigenen Spiel zu arbeiten, ehe es gegen die DJK Altendorf weitergeht. Mit 5:5 Punkten ist man nun im grauen Mittelfeld der Liga angekommen. Genau wie in den ersten beiden Saisonsiegen aber nicht alles gut war, war auch bei den letzten beiden Niederlagen nicht alles schlecht - gegen ETB und Mülheim, zwei Spitzenteams der Liga - war man auf Augenhöhe und hätte durchaus gewinnen können.

Samstag, 6.Oktober 2018 / 18:30 Uhr / Marie-Curie-Gymnasium
HSG Gerresheim 04 1M - ETB SW Essen 1M    28:33 ( 14:16 )
HSG 04: Kraut, Schatton - Lehr, Pierzyna, Balzer (1), Wegmann (1), Schofer (1), Tillenburg (1), Kandora (2), Mourikis (2), Langen (3), M. Frohn (4), Müller (5), Karpstein (8/4) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Zeitstrafen: HSG 7 - ETB 2  /  Strafwürfe: HSG 4/4 - ETB 5/5

Erste Saisonniederlage gegen den ETB - Vorbericht zur Partie gegen die HSG Mülheim

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer ETB SW Essen musste unsere Erste die erste Niederlage der laufenden Saison hinnehmen.
Trainer Uli Mergemeier über die Gründe: "Wir haben die starke zweite Welle der Essener und ihre Einläufer nicht in den Griff gekriegt, dazu waren die Schiedsrichter wirklich nicht auf unserer Seite und wir haben es versäumt, uns rechtzeitig darauf einzustellen. Hätten wir einen dieser drei Faktoren besser in den Griff bekommen, wäre hier heute ein Punktgewinn möglich gewesen. Offensiv war alles soweit in Ordnung, bis auf die etwas zu hohe Fehlerzahl. Letztendlich haben wir aber ein gutes Landesligaspiel zwischen zwei starken Mannschaften gesehen. Die Niederlage ist unnötig, aber am Ende auch nicht unverdient. Man muss auch mal bedenken, wo wir letzte Saison standen. Da ist eine knappe Niederlage gegen den Spitzenreiter kein Beinbruch."

Tatsächlich war die Partie enger als die fünf Tore Abstand am Ende es aussehen ließen: Der ETB setzte sich zu Beginn in diversen Überzahlsituationen auf 2:5 ab, aber die 04er blieben auf Tuchfühlung. Beim 6:6 war der Kontakt wieder hergestellt. Bis in die Schlussphase blieben die Essener jedoch das Team, das vorlegte und die 04er liefen hinterher. Immer wenn die HSG'ler mal die Möglichkeit hatten, ihrereits in Führung zu gehen, oder den Ausgleich herzustellen, scheiterten sie am Gäste-Keeper oder produzierten technische Fehler.

Fünf Minuten vor dem Ende traf Lars Müller zum 27:28 - doch die Essener blieben bei ihrem spielerischen Konzept und ließen sich nicht verunsichern - gegen die dann offene Deckung der Gerresheimer gelangen ihnen somit noch einige schnelle Treffer. Der Endstand von 33:28 aus Sicht des Teams von Michael Köberle war etwas zu deutlich, aber eben auch grundsätzlich verdient.

Bevor die HSG in eine fast einmonatige Spielpause geht, steht bereits am morgigen Dienstag (20.30 Uhr) die verlegte Nachholpartie gegen die HSG Mülheim am. Um gegen den Verbandsligaabsteiger bestehen zu können, müssen die 04er vor allem in der Defensive noch einmal eine Schippe drauflegen. Die Gastgeber haben bisher drei ihrer vier Saisonpartien gewonnen, am Sonntag setzte es die erste Niederlage gegen die DJK Grün/Weiß Werden. Die kam vor allem zustande, weil die Mülheimer von Trainer Stephan Nocke im Rückraum keine Wechselmöglichkeiten zur Verfügung hatten und ihnen somit im zweiten Durchgang die Kräfte ausgingen.

Ein ähnliches Szenario steht möglicherweise am Dienstag der HSG bevor, Philipp Mourikis wird fehlen, Robin Tillenburg verletzte sich gegen den ETB an der Wade, sein Einsatz ist fraglich. Max Zittel fehlt ebenfalls weiterhin und könnte noch das gesamte Kalenderjahr ausfallen. Dennoch ist das Team willens, eine Leistungssteigerung zu zeigen und einem der Aufstiegsanwärter ein Bein zu stellen.

Sonntag, 30.September 2018 / 18:30 Uhr / Essen, Bockmühle
SG TuRa Altendorf 1M - HSG Gerresheim 04 1M    23:23 ( 11:11 )
HSG 04: Schatton (1.-25. min), Kraut (25.-60. min) - Lehr, Pierzyna, Mourikis (1), Kandora (1), Dick (2/2), Schofer (2), Wegmann (2), Frohn (4), Müller (11/3) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier

Erste holt einen Punkt nach furioser Aufholjagd!

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)

Die Duelle gegen die SG versprachen in der Vergangenheit Spannung und auch diesmal kamen die Zuschauer in Essen auf ihre Kosten: Starke Deckungsreihen, gute Keeper, 3 rote Karten und auf Seiten der 04er ein furioses Finish – ein 6 Tore Rückstand wurde in den letzten 6 Minuten noch in einen Punktgewinn umgemünzt.

Doch wie kam es dazu? Nach anfänglichem Abtasten (2:2) setzten sich die Gerresheimer angeführt von Jens Schofer und Lars Müller über Tempospiel auf 3:6 ab; bei einem Tempogegenstoß von Schofer griff der Altendorfer Mittelmann Marcus Vandamme diesen in den Arm und bekam bereits nach knapp 9 min die rote Karte. Über 6:9 blieb der Vorsprung konstant und hätte sogar bei weniger technischen Fehlern und Fehlwürfen noch höher ausfallen können. Vor allem die starke Deckungsreihe als auch Phillip Schatton, der im Tor anstelle von Kraut begann, sorgten für einen 3-Tore Vorsprung bis zur 20 Minute. Dieser begann zu schmelzen, da die Gäste immer wieder am neu eingewechselten Keeper der Turaner scheiterten, ihr Tempospiel reduzierten und in der Abwehr weniger Zugriff auf die Rückraumspieler der Gastgeber bekamen. Über 9:9 und 11:11 ging es schließlich in die Pause.

Die 04er starteten mit zwei schnellen Toren nach der Halbzeit, die SG zog jedoch postwendend nach. Nach dem 14:14 kam ein Bruch in das Gerresheimer Spiel: Eine Zeitstrafe gegen Patrick Lehr nutzten die Essener zu einem 4:0-Lauf, die sie vor allem über ihr Tempospiel erzielten, da die Gäste das eine oder andere Mal zu schnell abschlossen und am guten gegnerischen Keeper scheiterten. Nach einer Zeitstrafe und folgender roter Karte gegen Uli Mergemeier (mit fraglicher doppelter Zeitstrafe) sowie einer dritten Zeistrafe gegen Balzer wegen eines Wechselfehlers, wurde der Vorsprung der Gastgeber auf 6 Tore erhöht. Die Differenz bestand bis zum 22:16 in der 54 Spielminute. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft: eine offene bzw. offensive Deckung brachte Ballgewinne, welche in der ersten oder zweiten Welle von Max Frohn oder Lars Müller wieder im Tor untergebracht werden konnten. Begünstigt durch die nervösen Essener, die bereits in den letzten beiden Spielen in der Schlussphase einen Sieg verspielten, wurde Tor um Tor aufgeholt und schließlich 12 Sekunden vor dem Ende zum 23:23 ausgeglichen. Der abschließende Freiwurf nach Abpfiff fand den Weg nicht ins Tor und die Gerresheimer jubelten über einen bereits verlorenen geglaubten Punkt, den sie sich dann als Mannschaft etwas glücklich, aber auch nicht ganz unverdient, erarbeitet haben.

Mit diesem setzen sich die 04er auch erstmal in der Spitzengruppe fest – ob sie zurecht dahingehören, werden die nächsten beiden Spiele gegen die verlustpunktfreien Mannschaften ETB SW Essen und der HSG Mülheim zeigen. Dafür bedarf es aber auch einer Leistungssteigerung von allen Akteuren um etwas Zählbares gegen die noch verlustpunkfreien Mannschaften mitzunehmen, um einen ähnlichen Einbruch wie zeitweise in Halbzeit 2 zu vermeiden.

Sonntag, 23.September 2018 / 14:00 Uhr / Marie-Curie-Gymnasium
HSG Gerresheim 04 1M - TuS Lintorf 2M    28:25 ( 14:11 )
HSG 04: Schatton, Kraut (1) - Schofer, Pierzyna, Mourikis, Lehr, Balzer, Dick (1), Wegmann (2), M. Frohn (4), Kandora (5), Tillenburg (6), Müller (9/1) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier

Arbeitssieg für die Erste gegen Lintorf

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)



Gerresheims Robin Tillenburg kommt gegen Lintorf frei zum Wurf
Foto: (c) Horstmüller / Rheinische Post

Unsere Erste hat auch ihr zweites Saisonspiel für sich entschieden, hatte gegen den unbequemen Aufsteiger TuS Lintorf II allerdings mehr Mühe als notwendig. Ohne den kurzfristig verhinderten Simon Karpstein, dafür mit dem kurzfristig eingesprungenen Jens Dick starteten die 04er in die Partie gegen den TuS.

Die Anfangsphase verlief nervös - die Torhüter konnten sich auf beiden Seiten bei einigen Verlegenheitswürfen auszeichnen. Es waren die Gerresheimer, die sich zuerst berappelten und so traf Maximilian Frohn nach acht Minuten zum 4:1. Nach einer Zeitstrafe gegen Lukas Balzer und überhasteten Abschlüssen in Unterzahl kippte die Begegnung jedoch: Der HSG gelang fast neun Minuten kein eigener Treffer - 4:6 stand plötzlich auf der Anzeigetafel.
Mit der Hereinnahme von David Kandora, der sein Pflichtspieldebüt für die HSG feierte, veränderte sich jedoch die Dynamik des Spiels wieder. Die eigene Deckung agierte aggressiver und vorne bekam das Spiel der Gerresheimer wieder mehr Tiefe und Druck - die tiefe 6-0-Formation der Lintorfer konnte nun verstärkt in Bewegung gebracht werden. Nun gelang dem TuS sieben Minuten kein Tor, die 04er drehten die Begegnung abermals und führten mit 9:6. Dass man den Vorsprung nun nicht weiter ausbauen konnte, lag vor allem daran, dass man Lintorfs Kevin Held nicht richtig in den Griff bekam. Vorn lief es nun, doch in der Defensive verlor man einige Zweikämpfe und so stand es zur Pause 14:11 aus Sicht der HSG.

In der zweiten Hälfte bot sich ein ähnliches Bild wie am Anfang der Begegnung: Sie begann nervös, sieben Minuten lang trafen nur Robin Tillenburg (2x) und Held. Beim 18:13 durch Dick hatten die Gerresheimer nach 41 Minuten erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Über 20:15 und 22:17 blieb dieser stabil, vor allem der starke Lars Müller war es nun, der im Angriff der 04er für Torgefahr sorgte.
Lintorf stellte die Deckung nun offensiver ein, teilweise wurde Tillenburg komplett in Manndeckung genommen. Weil aber vor allem Müller und Kandora immer wieder Lösungen fanden, blieben die HSG'ler vorn. Als Lintorfs Coach Markus Wölke sechs Minuten vor dem Ende erstmals den siebten Feldspieler brachte und Martin Kraut nur Sekunden später ins verwaiste Gäste-Tor traf (26:21), sah alles danach aus als wäre die Partie entschieden. Vier Treffer des TuS in Serie und nun unnötig nervöse Gerresheimer sorgten dafür, dass es kurzzeitig für die zahlreichen Zuschauer noch einmal spannend wurde. In den Schlussminuten fand das Team von Bernd Kretzer und Uli Mergemeier aber seine Souveränität wieder und gewann schließlich mit 28:25.

"Dass wir am Ende bei der offensiveren Abwehr mit der Manndeckung noch einmal nervös geworden sind, ärgert mich. Das war nicht nötig. Insgesamt hatten wir in unserem Spiel nicht genug Konstanz, auf hervorragende Phasen folgten ganz schwache Minuten, das müssen wir abstellen", erklärte Trainer Mergemeier, der aber mit Einsatzbereitschaft und Ergebnis dennoch zufrieden war.

Nun stehen die Gerresheimer mit 4:0 Punkten auf Rang drei in der Tabelle, in der kommenden Woche wartet mit dezimiertem Kader jedoch die schwere Auswärtshürde bei der SG TuRa Altendorf.

Samstag, 8.September 2018 / 19:00 Uhr / Marie-Curie-Gymnasium
HSG Gerresheim 04 1M - Kettwiger SV 70/86 2M    30:25 ( 14:10 )
HSG 04: Ginoski (n.e), Kraut - Pust, Wigger, Frevert, Kandora, Pierzyna (alle n.e), Schofer, Balzer (1), Dick (2), Langen (3), Tillenburg (3), Müller (6), M. Frohn (6), Karpstein (9/2) - Trainer Bernd Kretzer, Uli Mergemeier
Zeitstrafen Gerresheim: 6, Kettwig: 3 - Siebenmeter Gerresheim: 2/2, Kettwig 2/3

Die Erste startet mit einem Sieg in die Saison

Gerresheim (HSG 04-Bericht von RUDI REPORTER)




Foto: (c) Horstmüller / Rheinische Post

Wo steht man? Wie funktioniert das Zusammenspiel? Wohin geht's in der Saison? Was ist eine realistische Zielsetzung? Alle diese Fragen stellt man sich naturgemäß vor dem ersten Saisonspiel, doch natürlich kann dieses allein nicht alle hinreichend beantworten. Es kann aber zumindest einen Fingerzeig liefern. Für die Gerresheimer begann die Landesligasaison 2018/19 jedenfalls sehr positiv.
Das Trainergespann Bernd Kretzer und Uli Mergemeier musste auf den verletzten Max Zittel, sowie die verhinderten Philipp Mourikis, Philipp Schatton, Patrick Lehr und Christian Wegmann verzichten, dafür erreichte die HSG'ler unter die Woche die Nachricht, dass Jens Dick, der in der letzten Saison mit einem Achillessehnenriss lange ausfiel und seine Karriere eigentlich beenden wollte, sporadisch weiter zur Verfügung steht. Für die Partie gegen Kettwig machte man davon Gebrauch und Dick fand sich direkt wieder hervorragend ein.

Die Heimpartie gegen den Fünftplatzierten der Vorsaison Kettwiger SV II, gegen den man im letzten Saisonspiel 2017/18 noch verloren hatte, begannen die 04er zunächst mit einem Fehlpass in die eigene Hälfte und somit nach nur wenigen Sekunden angezeigtem Zeitspiel. Wie die Gerresheimer sich aber aus der Situation befreiten, sollte symptomatisch für die folgenden 60 Minuten sein: Simon Karpstein wurde in aussichtsreiche Position gebracht und traf in seinem ersten Pflichtspiel für die HSG zur Führung, die das komplette Spiel Bestand haben sollte.
Vor allem die Deckung der Gerresheimer stand in der Anfangsphase richtig gut, die bewegliche 3-2-1-Formation ließ nur wenige freie Würfe zu. Über 4:1 und 10:6 pendelte sich der Vorsprung bei stets etwa vier Toren ein. Fast mit dem Pausenpfiff war es der eingewechselte Dick, der den Halbzeitstand von 14:10 herstellte.

Der Gast aus Essen fand jedoch besser in den zweiten Durchgang und startete diesen dank einiger Distanzwürfe mit einem 4:1-Lauf. Aus diesem kleinen Sumpf befreite die HSG sich aber zügig: Innerhalb von zwei Minuten antwortete das Team seinerseits mit einer 4-0-Serie - Ballgewinne und schnelle Gegenstöße führten dazu, dass der KSV eine Auszeit benötigte, um sich wieder zu fangen. Die ordentlich gefüllte Tribüne hatten ihren Spaß.
Nach diesen kurzen Zwischenspurts blieb der Abstand wieder bei etwa vier bis fünf Treffern, ehe die Gäste noch einmal eine Gelegenheit bekamen, in die Partie zurückzufinden. Eineinhalb Minuten lang mussten die 04er in doppelter Unterzahl bestehen, doch der starke Max Frohn erzielte einen seiner sechs Treffer von Rechtsaußen, Martin Kraut parierte und der Vorsprung hatte weiter Bestand.
Weil Lars Müller und Karpstein aus dem Rückraum weiter brandgefährlich blieben und die HSG wie schon in der ersten Minute irgendwie auch in brenzligen Szenen immer eine Antwort parat hatte, geriet der Sieg in der Schlussviertelstunde nicht mehr in Gefahr, näher als auf 25:22 kam der Gast nicht mehr heran. Der Endstand von 30:25 spiegelte dann auch die Kräfteverhältnisse in einer durchaus ansehnlichen und intensiven Landesligapartie wieder.

Weil die Gerresheimer in der kommenden Woche wegen einer Spielverlegung der Partie gegen die HSG Mülheim spielfrei sind, war der Start auch für die Atmosphäre und Stimmung durchaus wichtig. Trainer Mergemeier sprach von einem "Geschenk", das die Mannschaft den Coaches und sich selbst durch einen "im Kollektiv konzentrierten und motivierten Auftritt" gemacht habe und freute sich auf die Möglichkeit, in den kommenden zwei Wochen ohne eine Niederlage im Rücken weiter an der Feinabstimmung und der spielerischen Integration der neuen Spieler zu arbeiten.


letzte Datei-Änderung: 10.Sept. 2018 / kk